Music for a While - Mittagskonzert im "Römerholz"

CHF
  • 25
U30-Mitglieder MKW CHF 15, inkl. Museumseintritt

Alexander Borodin

Quintett für zwei Violinen, Viola und zwei Violoncelli f-Moll

Alexander Glasunow

Quintett für zwei Violinen, Viola und zwei Violoncelli A-Dur
Mittagskonzert
Sammlung Oskar Reinhart am Römerholz, Haldenstrasse 95
  • Beginn 12.15 Uhr
  • Ende gegen 13.30 Uhr

nur Tageskasse, kein Vorverkauf beim Musikkollegium Winterthur

Voranmeldung: E-Mail schreiben

Kammermusik vom Feinsten in der Gemäldegalerie

Die klassische Streichquintettbesetzung sieht zwei Violinen, zwei Bratschen sowie ein Violoncello vor. Die beiden Quintette der russischen Komponisten Alexander Borodin und Alexander Glasunow warten hingegen mit nur einer Bratsche, dafür mit zwei Violoncelli auf, was den Bassklang - für russische Musik besonders wichtig - verstärkt und der Musik zuweilen fast einen kammerorchestralen Zuschnitt verleiht.

Für Alexander Borodin war Musik nur ein (wenn auch mit grossem Können ausgeübtes) Hobby; im Hauptberuf war er Mediziner und Chemiker. Seine kompositiorischen Aktivitäten betrieb er sozusagen nebenher aus Autodidakt. Er war zeitlebens ein begeisterter Freund des häuslichen Musizierens. Sein Lieblingsinstrument war das Cello, was sich auch in seiner Kammermusik zeigt, wo es immer wieder favorisiert wird. Sein Streichquintett f-Moll datiert aus den Jahren 1859/60. Es zählt zu den frühesten Werken nationalrussischer Kammermusik und begeistert mit volksliedhafter, von russischer Folklore inspirierter Thematik und Rhythmik.

"Alles bei Alexander Glasunow ist so elegant gemacht, alles klingt so hell und saftig, alle Farben sind so satt und kräftig": Besser als mit diesen Worten des russischen Musikologen Karatygin kann man es kaum sagen. Schon im frühen Streichquintett des 27Jährigen kann man alle diese stilisitschen Eigenarten ausmachen. Inspiriert wurde das Werk nicht zuletzt durch Tschaikowskys nur zwei Jahre zuvor entstandenes Streichsextett "Souvenir de Florence". Tschaikowskys noble Klassizität war es auch, die Glasunow half, in seinem Quintett die allzu national-russischen Ambitionen seiner frühen Werke zu überwinden.

Glasunow, der zu den frühreifen Genies der Musikgeschichte zählt, war 1892 - im Entstehungsjahr des Quintetts - bereits seit drei Jahren Professor für Instrumentation am St. Petersburger Konservatorium. Auf diesem Lehrstuhl sollte er später sogar noch den jungen Schostakowitsch unterrichten, der in seinen Memoiren ein schonungslos kantiges Bild seines gestrengen Lehrers zeichnete.

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