Five on Fire - Unsere neue CD

Brückenschläge zwischen Jazzcombos und „klassischen“ Ensembles haben eine lange Tradition, seit im Jahr 1954 der Bebop-Pionier Charlie Parker mit Streicherklang auf Tuchfühlung ging. Die Faszination solcher Verbindungen ist ungebrochen. Mit der Möglichkeit, die eigene Band mit einem große Streichorchester interagieren zu lassen, ging für Daniel Gubelmann ein Traum in Erfüllung. Zu verdanken ist diese Kooperation vor allem dem Sender SRF 2 Kultur, der die Aufnahme in der Stadthalle Winterthur möglich machte. Kompositorisch bezieht sich Daniel Gubelmann unter anderem auf jenen „Third Stream“, mit denen Jazzer wie Gunter Schuller seit den 1950er-Jahren formale Konzepte entwickelten, um willkürliche Grenzen zwischen Jazz und Klassik durchlässig zu machen. Wenn „Eternal Movement“ wie eine mehrsätzige sinfonische Suite mit Jazzimprovisationen daher kommt, standen auch Musiker wie Stand Getz oder Eddie Sauter Pate, die für so eine Praxis Vorbilder lieferten. In jedem Moment sind auf „Eternal Movement“ das Streichorchester dem Jazzquartett gleichgestellt und teilen sich die solistischen Aufgaben. Die Titelgebung „Eternal Movement“ zeugt vom Anspruch des Saxofonisten und Komponisten aus Winterthur, groß zu denken. Es geht um den subjektiven Blick aufs ganze Leben, realisiert in einer sinnlichen Musiksprache, die viel aus dem Leben des schweizerischen Saxofonisten erzählt: Sehr prägend für ihn war dessen Zeit in Buenos Aires, wo er bei Daniel Hector Montes studiert hat. Das Stück „Preludio de Buenos Aires“ zieht hinein ins unvergleichliche Kolorit der argentinischen Hauptstadt.

Erhältlich im Shop und ab 16. September im Handel

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Praktikant:innen-Treffen

Letzte Woche traffen sich unsere Praktikant:innen der Saison 25/26 mit Roberto González-Monjas. Nach der Probe kamen unsere jungen Musiker mitsamt ihren Instrumenten zusammen, um sich gegenseitig und Roberto auch jenseits des Konzertbetriebs kennenzulernen. In diesem Rahmen wurde musiziert, zugehört, ausprobiert und ausgetauscht.

Mit dabei waren: Yelyzaveta Zubenko (Violine), Paloma Serrano Garcia (Viola), Natacha Stumpe (Kontrabass), Evdokia Kolyasina (Flöte), Geukchan Lee (Klarinette) und Clara Hinterholzer (Fagott) – leider verhindert war Tiphaine Lucas (Violoncello).
Im Gespräch gab es Raum für Neugier, Visionen und Anekdoten sowie die Gelegenheit, Roberto mit Fragen zu löchern – zu seinem Werdegang, seiner künstlerischen Haltung und dem Leben als Musiker. Es war ein inspirierender Austausch auf Augenhöhe.
Solche Begegnungen sind ein zentraler Teil unserer Arbeit beim Musikkollegium Winterthur: Wir wollen nicht nur auf höchstem Niveau musizieren, sondern auch junge Talente fördern, begleiten und sie in die Welt des Berufsorchesters einführen. Im Miteinander und in der Vielfalt der Perspektiven wächst die musikalische Qualität.

Danke an alle Beteiligten für diesen lebendigen Nachmittag!