Beethovens Pastorale
Mi 02.Sep 2026 19.30«Natürlich», «künstlich»… Ist das nicht ein merkwürdiger Gegensatz? Hat nicht die Natur schon seit …
Igor Strawinski suchte nach dem frühen Tod seiner Tochter Ludmilla, welche im Alter von knapp 30 Jahren an Tuberkulose verstarb, Trost und Ruhe auf dem idyllischen Landsitz Dumbarton Oaks bei Washington D.C. Besonders heilsam und tröstend erschien ihm die Musik von Johann Sebastian Bach, die er in seinem «Konzert für Kammerorchester Es-Dur», auch nach seinem Entstehungsort benannt, sogar explizit zitiert.
Benjamin Brittens elfteiliger Zyklus «Les Illuminations» für Sopran und Streichorchester basiert auf Texten des französischen Symbolisten Arthur Rimbaud. Die vermutlich nicht ohne Drogeneinfluss entstandenen psychedelischen Gedichte nahm der junge Britten zum Anlass, die Grenzen von Traum und Realität, Moral und Erotik in schillernden Klangfarben auszuloten.
Nach dem umjubelten Erfolg mit seiner dritten Sinfonie «Eroica» komponierte Beethoven seine vierte Sinfonie im Sommer 1806. Das Ergebnis ist eine Sinfonie mit klassischen Formen und fröhlicher Grundstimmung. Heiter, verständlich und sehr einnehmend», so beschrieb die Allgemeine Musikalische Zeitung damals das Werk. Mit der folgenden Schicksals-Symphonie hat diese Vierte tatsächlich nicht viel gemein. Ihren Reiz macht jedoch die Unbekümmertheit aus, das klassisch Fröhliche.