Musik über Mittag

Summer Music

Fr 21. Mai 2027 12.15
CHF
  • 30
freie Platzwahl
Location
Theater Winterthur
Beginn
12.15 Uhr
Ende gegen
13.15 Uhr
Alle Daten

Türöffnung und Bar 11.15 Uhr

Imbiss und Getränke an der Bar erhältlich 

Samuel Barber «Summer Music» op. 31 für Bläserquintett
David Maslanka Bläserquintett Nr. 2
Dmitri Schostakowitsch Walzer Nr. 2 aus der Suite für Varieté-Orchester, arrangiert für Bläserquintett

«Summer Music» heisst das träumerische Bläserquintett von Samuel Barber, und selten gelingt es Musik so sehr, eine Stimmung einzufangen: Die Musik klingt wirklich wie Sommer, friedlich und still, wo die Hitze bald träge, bald flirrend ist. Fein ausgehört ist das Stück, jede der fünf Stimmen sorgfältig geführt, ein wirkliches Kleinod. Schwer zu spielen ist es auch, aber das Musikkollegium kann stolz auf seine Bläserinnen und Bläser sein, die hier ihre Kunst präsentieren. Auch das zweite Quintett, das sie ausgewählt haben, stammt aus Amerika. Geschrieben hat es der Komponist David Maslanka (1943–2017), der sich insbesondere als Bläser-Komponist einen Namen gemacht hat. Die Weite seiner Wahlheimat Montana mag da und dort zu hören sein in seinem zweiten Quintett von 1986. Die ersten fünf Minuten allerdings sind spielfreudig bis zur Ekstase, bevor sich effektvoll ruhig der Bogen schliesst. Im zweiten Satz wechseln pastorale und jazzige Abschnitte ab, expressiv singt das Horn in höchste Höhen hinauf, und am Ende verflüchtigt sich die Musik geheimnisvoll. Der dritte Satz schliesslich variiert die immer gleichen drei Akkorde. So berühren sich barocke «Chaconne» und moderne «Minimal Music», und Maslanka gelingt es, daraus mit immer variierten Bläserkombinationen und wechselnden musikalischen Gefühlszuständen spannende fünf Minuten Musik zu machen. Danach folgt als Coda eine Art Choral, der gewissermassen die Schlussfolgerung aus allen Sätzen zieht, und mit der Maslanka noch einmal seinen Einfallsreichtum beweist, was Instrumentierung, Harmonik und Formgestaltung betrifft. Als Zückerli gibt’s dann noch Schostakowitsch, und wer dessen berühmten Jazzwalzer einmal für Bläserquintett arrangiert gehört hat, kann sich das Stück eigentlich gar nicht mehr mit anderen Instrumenten denken.

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