Music for a While

Schoeck & Mendelssohn

So 21. Mär 2027 14.00
CHF
  • 30
U30-Mitglieder CHF 15, freie Platzwahl, inkl. Museumseintritt
Location
Sammlung Oskar Reinhart Am Römerholz
Beginn
14.00 Uhr
Ende gegen
15.15 Uhr
Alle Daten

Das Museumscafé ist vor und nach der Veranstaltung geöffnet.

 Der Museumspass ist für diese Veranstaltung nicht gültig. 

Besetzung
Violoncello
Seraphina Rufer
Sopran
Mélanie Adami
Othmar Schoeck Streichquartett Nr. 1 D-Dur, op. 23
Aribert Reimann «....oder soll es Tod bedeuten?» Acht Lieder und ein Fragment für Sopran und Streichquartett

Die Schweiz hat zwar keinen Richard Strauss, keinen Béla Bartók, keinen Paul Hindemith. Aber einen Othmar Schoeck! Und diesen rücken jetzt vier Musikerinnen des Musikkollegium Winterthur ins rechte Licht. Denn Musik solcher Qualität ist hierzulande selten zu finden, und was für ein riesiges Versprechen Schoeck in jungen Jahren war, ist in seinem 1. Streichquartett zu erleben. Das musste auch Werner Reinhart so ergangen sein, der bald nach der Uraufführung des Quartetts seine lebenslange Förderung von Schoeck begann. Auch mit Werners Bruder, dem Literaten Hans war Schoeck bekannt, und nun erklingt seine Musik also im Haus eines weiteren Reinhart-Bruders, dem Kunstsammler Oskar. Schoecks 1. Streichquartett ist ein Wurf, bei genauem Hören immer merkwürdiger, und zugleich immer anziehender. Gerade der Mittelsatz mit seinen heftigen Stimmungswechseln wirkt in seiner Collage-Art einerseits sehr modern, andererseits drängt sich auf, darin Schoecks unstetes (Liebes-)Leben abgespiegelt zu hören. Der erste Satz hingegen wirkt wie eine neoklassische Anverwandlung der Quartette Felix Mendelssohns, was leichter gesagt als getan ist! Schoeck gelingt dies, nicht zufällig war er ja Meisterschüler von Max Reger in Leipzig. Im dritten und letzten Satz schliesslich, der fast die Hälfte des Werks einnimmt, kehrt der Mendelssohn-Tonfall wieder, aber die romantische Innerlichkeit wird gelegentlich ausgehöhlt, umgestülpt … In diesem Aspekt sind dann Hindemith, Bartók und Strauss nicht so weit weg, und doch ist alles ganz Schoeck. 

Echten Mendelssohn gibt es danach in acht Liedern und einem Fragment, komponiert auf Texte von Heinrich Heine und für Streichquartett bearbeitet von Aribert Reimann (1936–2024). Als einer der wichtigsten Opernkomponisten der jüngsten Epoche verstand es Reimann, dem Unter- und Hintersinn von Mendelssohn und Heine instrumentalen Ausdruck zu verleihen. Opernerfahren ist auch die in Winterthur bestens bekannte Sopranistin Mélanie Adami, die den kongenialen Zyklus von Mendelssohn/Reimann singt.

 

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