Mendelssohn Elias
Sa 14.Nov 2026 19.30Das Oratorium Elias gehört zu Mendelssohns bedeutendsten geistlichen Werken und entstand in den …
«Das Weltall war, ist und wird für immer ein ewig lebendes Feuer sein, welches in ständigem Rhythmus brennt und erlischt.» Nicht nur Heraklit, auch Matthias Pintscher hegt eine Faszination für das Feuer. Sein Werk «NUR» – hebräisch «Feuer» – beschreibt bildhaft den Verlauf einer Flamme: vom ruhigen Kerzenlicht über wütendes Inferno bis zur sterbenden Glut. Klavier und Ensemble ergänzen sich dabei mit ihren kontrastierenden Farben und scheinen durch kammermusikalisches Geschick gänzlich miteinander zu verschmelzen. Dieses braucht es auch in der letzten Sinfonie von Johannes Brahms, dem zu Lebzeiten gerne vorgeworfen wurde, seine Sinfonien seien bloss glorifizierte Kammermusik. Zudem soll er einfallslos gewesen sein, da sich seine Melodien und Themen oft aus kurzen Ideen wie von allein ergeben. Dabei liegt genau dort seine grosse Stärke, dicht besetzte Sinfonik wie Kammermusik wirken zu lassen und aus kurzen, unscheinbaren Motiven ein ganzes Werk zu entfalten. Ein leidenschaftlich glühendes Programm mit Matthias Pintscher in der Doppelrolle als Komponist und Dirigent.