Öffentliche Generalprobe

Michael Sanderling dirigiert Dvořák

Mi 11. Mär 2026 09.30
CHF
  • 30
Mitglieder gratis, freie Platzwahl
Location
Stadthaus
Beginn
09.30 Uhr
Ende gegen
12.30 Uhr

Die öffentlichen Generalproben geben Einblick in die Arbeitsweise des Orchesters. Das Programm wird möglicherweise nicht konzertmässig dargeboten. Unterbrechungen, Wiederholungen oder Kürzungen liegen im Ermessen des Dirigenten/der Dirigentin. Änderungen gegenüber dem gedruckten Programm bleiben ausdrücklich vorbehalten. Wir bitten den Saal nach Probebeginn nur bei Unterbrechungen oder in der Pause zu betreten oder zu verlassen.

Frederick Delius «The Walk to the Paradise Garden» Intermezzo aus «A Village Romeo and Juliet» arrangiert von Sir Thomas Beecham
Camille Saint-Saëns Konzert für Violoncello und Orchester Nr. 1 a-Moll, op. 33
PAUSE
Antonín Dvořák Sinfonie Nr. 7 d-Moll, op. 70

Frederick Delius war Brite von Geburt, in Deutschland ausgebildet, in Frankreich wohnhaft; musikalisch zuhause zwischen Grieg, Strauss und Debussy. Sein Orchesterintermezzo «A Walk to the Paradise Garden» klingt ganz so, wie der Titel verspricht: paradiesisch. Das Paradies liegt übrigens in der Schweiz, denn das Intermezzo stammt aus einer Opernbearbeitung von Gottfried Kellers «Romeo und Julia auf dem Dorfe». Bei Keller ist das «Paradiesgärtlein» das Wirtshaus, wo Sali und Vrenchen tanzen gehen werden, und bei Delius sehen wir sie verliebt unter dem Sternenhimmel gehen… Saint-Saëns poetisch-erzählendes, einsätziges Violoncellokonzert Nr. 1 scheint direkt aus Mendelssohns Traumwelten zu kommen, hat seinen Ursprung aber auch deutlich in der französischen Musik. Der junge kanadische Cellist Brian Cheng, der seine Wurzeln in Deutschland geschlagen hat, wird darin mit seinem Raffinement bezaubern – versprochen. Und wo wohl die Ursprünge von Antonín Dvořáks Sechster liegen? Im tiefen, tiefen Böhmerwald? Oder doch viel eher in Wien? Für die dortigen Philharmoniker hat Dvořák das Werk nämlich geschrieben. Und wer Brahms’ kurz vorher entstandene Zweite danebenlegt, findet Bezüge zuhauf. Und doch ist alles ganz Dvořák: Ein faszinierendes Vexierspiel der Ursprünge. Und ein sinfonisches Paradies voller Kunst und Kraft!

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