Elisabeth Leonskaja spielt Mozart
Mi 27.Mai 2026 09.30«Ohne reisen (wenigstens leüte von künsten und wissenschaften) ist man wohl ein armseeliges …
Er ist aktuell einer der gefragtesten Klarinettisten, tourt die grossen Konzerthäuser der Welt und die New York Times preisen seine Virtuosität und Musikalität, die «bisher von keinem Klarinettisten – gar Instrumentalisten – übertroffen wurde». Nun gibt Martin Fröst sein Debut mit dem Musikkollegium Winterthur mit HK Grubers «FINTango». Dieses Klarinettenkonzert versteht Gruber als eine Hommage an den finnischen Tango, der sich vor allem während dem zweiten Weltkrieg als eine Möglichkeit, Widerstand ohne Worte auszudrücken, zu einem Volkstanz entwickelte. Das Stück ist wie geschaffen für Martin Fröst, der sein Klarinettenspiel immer wieder mit Bewegung, Choreografie und tänzerischen Elementen verbindet.
Nach der Pause erklingt Schuberts «Grosse» C-Dur Sinfonie, die er 1827 vollendete. Mit einer Spieldauer von annähernd einer Stunde – fast so lange wie die drei Jahre zuvor entstandene 9. Sinfonie von Beethoven – war das Werk für seine Zeit ungewöhnlich lang und technisch anspruchsvoll. Erst elf Jahre nach Schuberts Tod entdeckte Robert Schumann die Sinfonie in dessen Nachlass und Felix Mendelssohn brachte sie, freilich in einer gekürzten Version, in Leipzig zur Uraufführung. Schumann war begeistert von ihren «herrlichen Längen», diesen langgezogenen Kantilenen, die dem Werk heute einen festen Platz im sinfonischen Repertoire bescheren.