Beethoven & Haydn mit Enrico Onofri

Do 18. Feb 2027 19.00
CHF
  • 45
Mitglieder gratis, freie Platzwahl
Location
Stadthaus
Beginn
19.00 Uhr
Ende gegen
20.45 Uhr
Alle Daten
Ludwig van Beethoven Ouvertüre zum Trauerspiel «Coriolan» c-Moll, op. 62
Ludwig van Beethoven Romanze für Violine und Orchester Nr. 1 G-Dur, op.40
Ludwig van Beethoven Romanze für Violine und Orchester Nr. 2 F-Dur, op. 50
Ludwig van Beethoven Ouvertüre zur Ballettmusik «Die Geschöpfe des Prometheus» op. 43
PAUSE
Per Nørgård «Pastoral» für Streichorchester
Joseph Haydn Sinfonie Nr. 100 G-Dur, Hob I:100 «Militär»

Und wieder ist ein Solist aus den eigenen Reihen auf der Bühne zu erleben! Diesmal ist es Francesco Sica, seit 2023 Stimmführer der zweiten Violinen. In den zwei Romanzen von Ludwig van Beethoven wird er sein elegantes Spiel und seinen warmen Ton in idealer Weise präsentieren können. Eingerahmt werden die Solowerke von zwei Eröffnungsmusiken zu Bühnenwerken. Das herrisch aufbrausende Eingangsmotiv der «Coriolan»-Ouvertüre wird durch ein unruhiges Streicherthema kontrastiert, was die Gefühlswallungen des römischen Titelhelden versinnbildlicht. Salvatore Viganòs Libretto und Choreografie zur Prometheus-Erzählung gingen verloren, doch Beethovens Musiknummern blieben erhalten; insbesondere die Ouvertüre gab schon manchem Konzertabend eine festliche Eröffnung. Nach Schauspiel- und Ballettmusik darf auch der Film nicht fehlen: mit Per Nørgårds «Pastoral» aus dem überaus erfolgreichen Film «Babette’s Feast» von 1988 kommt auch die «fünfte Kunst» in diesem Programm zu ihrem Recht … Joseph Haydn komponierte seine Sinfonie Nr. 100 im Rahmen seiner zweiten Reise nach London, wo sie 1794 uraufgeführt und sogleich enthusiastisch aufgenommen wurde. Der Beiname «Militär» stammt nicht von Haydn und dürfte sich auf die im zweiten und vierten Satz zum Einsatz kommenden Schlaginstrumente beziehen, welche an sogenannte «Janitscharenmusik» (türkische Militärkapellen) erinnern. Den Zuhörern der Uraufführung dürften aber eher die damaligen kriegerischen Auseinandersetzungen Frankreichs in den Ohren geklungen und für entsprechende Erregung gesorgt haben. Unruhige Zeiten – damals wie heute. 

 

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