Kammermusik mit Roberto González-Monjas

So 20. Nov 2022 17:00
CHF
  • 40
Mitglieder gratis, freie Platzwahl
Location
Stadthaus Winterthur
Kategorie
Hauskonzert
Beginn
17.00 Uhr
Ende gegen
19.30 Uhr
Alle Daten
Ernst von Dohnányi Sextett D-Dur, op. 37 für Klavier, Violine, Viola, Violoncello, Klarinette und Horn (1935)
Bohuslav Martinu Nonett Nr. 2, H 374
Antonin Dvorak Streichquintett Nr. 3 Es-Dur, op. 97

Wer in den Annalen blättert, kommt nicht schlecht ins Staunen: dass sich einst - es war im Jahr 1880 - die Wiener Philharmoniker weigerten, die ihnen von Dvorák freundlich zugeeignete sechste Sinfonie zur Uraufführung zu bringen. Zu mittelprächtig sei diese Musik, hiess es. Ein Vorurteil, das damals fast an der Tagesordnung war: Böhmische, mährische, tschechische Musik wurde aus westeuropäischer Optik oft mit "unbeschwertem Musikantentum", mit "naturverbundenem Melos" und mit "folkloristischen", den einheimischen Zigeunerkapellen abgelauschten Klängen assoziiert. Es brauchte viel kompositorische Überzeugungskraft, um solche Vorurteile nach und nach zu entkräften - auch und ganz besonders auf kammermusikalischem Gebiet. Kein Zweifel, Dvorák war hier ein Meister: Sonaten, Trios, Quartette, Quintette und Sextette schrieb er in grosser Zahl und vielfältigen Besetzungen. Allein dem Streichquartett, der Königsdisziplin kunstvoller Kammermusik, wandte er sich im Lauf eines langen Komponistenlebens 15 Mal zu ? mit beeindruckenden Ergebnissen. Bohuslav Martinu, aus Ostböhmen stammend, sowie der Ungar Ernst von Dohnányi taten es ihm ein, zwei Generationen später nach, wobei Martinus Nonett - eine rare Kammermusikbesetzung -, vom Komponisten erst kurz vor seinem Tod vollendet wurde und heute als sein kammermusikalisches Vermächtnis gelten darf.

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