Hommage à Aurèle Nicolet

Mi 10. Mai 2023 19:30
CHF
  • 40
Mitglieder gratis, freie Platzwahl
Location
Stadthaus Winterthur
Kategorie
Hauskonzert
Beginn
19.30 Uhr
Ende gegen
21.30 Uhr
Alle Daten
Johann Sebastian Bach Triosonate für Flöte, Violine und Basso continuo aus "Musikalisches Opfer" BWV 1079
Pierre Boulez "Mémorial" für Flöte solo
Johann Sebastian Bach Englische Suite Nr. 2 a-Moll, BWV 807
Joseph Haydn Trio für Flöte, Violine und Violoncello Nr. 1 C-Dur, Hob IV:1 "Londoner Trio"
PAUSE
Ludwig van Beethoven Trio für Violine, Viola und Violoncello G-Dur, op. 9/1
Jörg Widmann Petite Suite für Flöte solo
Wolfgang Amadeus Mozart Quartett für Flöte, Violine, Viola und Violoncello D-Dur, KV 285

Sein ganzes Leben galt der Flöte. Wer Aurèle Nicolet je gehört hat, wird seinen samtweichen Ton und wunderbar warmen Klang nie mehr vergessen. Wenn er spielte ? und er spielte von Bach bis zu den modernsten Zeitgenossen ein ungemein breitgefächertes Repertoire ?, klang alles wie von selbst, natürlich und selbstverständlich. Doch das mochte täuschen. "Die Flöte ist das leichteste Instrument von allen", sagte Nicolet einmal. "Man spielt schnell gut, aber der Weg von gut zu sehr gut ist sehr lang." Nicolet ist diesen Weg gegangen, und zwar ungewöhnlich schnell: Bereits mit 21 Jahren gewann der aus Neuchâtel stammende Flötist einen Premier Prix am Conservatoire de Paris, ein Jahr später, 1948, räumte er auch beim "Concours de Genève" ab. Spätestens dann wurde das Musikkollegium Winterthur - damals noch als Stadtorchester Winterthur firmierend - auf den jungen Nicolet aufmerksam und engagierte ihn als Soloflötisten. Sogar eine LP-Aufnahme von Mozarts D-Dur-Flötenkonzert kam hier zustande. Glückliches Winterthur. Allerdings nicht für lange, denn 1950 holte ihn der grosse Wilhelm Furtwängler als Soloflötisten zu den Berliner Philharmonikern. Neun Jahre lang absolvierte Nicolet in diesem Eliteorchester seine Dienste, dann wagte er den Sprung in eine höchst erfolgreiche Solokarriere, die ihn rund um die Welt und regelmässig auch ins Aufnahmestudio führte. Dass diese konzertante "Hommage à Aurèle Nicolet" vom heutigen Starflötisten Emmanuel Pahud - auch er Soloflötist bei den Berlinern - realisiert wird, verleiht dem festlichen Anlass eine besondere Authentizität, war Pahud doch der Meisterschüler von Nicolet.

Sie befinden sich im Archiv.

Normale Ansicht