Hauskonzert

Das Winterthurer Streichquartett in neuer Besetzung

CHF
  • 40
Mitglieder gratis, freie Platzwahl
Location
Stadthaus Winterthur
Beginn
17.00 Uhr
Ende gegen
18.30 Uhr

Bitte beachten Sie die Programmänderung: Anstelle von "Arcadiana" von Thomas Adès erklingt das Streichquartett D-Dur von Joseph Haydn.

Besetzung
Streichquartett
Winterthurer Streichquartett
Violine
Bogdan Bozovic
Francesco Sica
Viola
Jürg Dähler
Violoncello
Cäcilia Chmel
Johann Sebastian Bach "Die Kunst der Fuge", BWV 1080 (Ausschnitte)
Joseph Haydn Streichquartett D-Dur Hob III:34
PAUSE
Robert Schumann Streichquartett Nr. 1 a-Moll, op. 41/1

Was seine "Kunst der Fuge" angelangt, hat Bach zwei Geheimnisse mit ins Grab genommen. Erstens wissen wir nicht, wie das Werk endet - mitten in der letzten Fuge bricht die Komposition plötzlich ab. Und das zweite Geheimnis: Bach hat keinerlei Angaben gemacht, für welches Instrument - oder für welche Instrumente - dieses unglaubliche kontrapunktische Kompendium gedacht war. Streichquartett ist zweifellos eine hervorragende Option: Mit vier Instrumenten lassen sich die Stimmenverläufe wunderbar nachvollziehen. Mit seinen sechs Streichquartetten op. 20 schloss Haydn eine konzentrierte Beschäftigung mit der Gattung zu Beginn der 1770er Jahre vorläufig ab. Wegen ihrer düster-leidenschaftlichen Tonsprache wurden sie auch schon als "romantische Krise" oder "Sturm-und-Drang"-Phase Haydns bezeichnet. Das Quartett in D-Dur bietet aber auch viel Heiteres, so etwa im Kopfsatz oder im ungarisch-tänzerischen Trio. Das effektvolle Finale bleibt mit seinem scherzenden Tonfall keine Pointe schuldig. Schumanns drei Streichquartette op. 41 sind seinem verehrten Vorbild Mendelssohn Bartholdy verpflichtet, und in einem Brief von 1847 an seinen Verleger schrieb er: "Meine bei Ihnen erschienenen Quartette haben durch den Tod Mendelssohns, dem sie gewidmet sind, besondere Bedeutung wiedergewonnen. Ich betrachte sie noch immer als mein bestes Werk der früheren Zeit, und Mendelssohn sprach sich oft in demselben Sinne gegen mich aus." Besseres ist dazu nicht zu sagen.

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