Silvestergala mit Sergei Nakariakov

Sa 31. Dez 2022 19:30
CHF
  • 45
  • 60
  • 85
  • 95
Location
Stadthaus Winterthur
Kategorie
Extrakonzert
Beginn
19.30 Uhr
Ende gegen
22.00 Uhr
Alle Daten
Maurice Ravel Fanfare aus dem Ballet collectif "L'éventail de Jeanne"
Jacques Ibert Valse aus dem Ballet collectif "L'éventail de Jeanne"
Béla Bartók "Magyar képek" ("Ungarische Skizzen") Fünf Bilder aus Ungarn
Alexander Arutiunian Konzert für Trompete und Orchester
PAUSE
Wolfgang Amadeus Mozart Konzert für Horn und Orchester Nr. 3 Es-Dur, KV 447 (Fassung für Flügelhorn)
Zoltán Kodály "Felszállott a páva" ("Der Pfau ist aufgeflogen"), Variationen über ein ungarisches Volkslied
Edvard Grieg Norwegischer Tanz, op. 35/2
Pjotr Iljitsch Tschaikowsky "Blumenwalzer" aus dem Ballett "Der Nussknacker"

Das war eher aussergewöhnlich: Nicht weniger als zehn führende Komponisten Frankreichs trugen je eine Musiknummer zum Ballett "L'éventail de Jeanne" bei. Neben Ravel und Ibert auch Grössen wie Roussel, Milhaud, Poulenc, Auric und Florent Schmitt. Eingeladen zu diesem "Ballet collectif" hatte sie die Pariser Mäzenin Jeanne Dubost, die ein eigenes Kinderballett leitete. Bei der Uraufführung im Pariser Palais Garnier hatte Tamara Toumanova, in späteren Jahren eine weltweit umworbene Ballerina, als Zehnjährige ihren ersten öffentlichen Auftritt. Ebenfalls lustig, ja ausgelassen geht es in Bartóks "Ungarischen Skizzen" zu - Satzüberschriften wie "Bärentanz" und "Angeheitert" sprechen eine eindeutige Sprache. Wer Ähnliches auch von Kodálys "Pfauen-Variationen" erwartet, liegt aber falsch: Beim ungarischen Volkslied, das diesen Variationen als Thema zu Grunde liegt, handelt es sich um ein Symbol für den Freiheitswillen des ungarischen Volkes, und die Aufführung einer ersten Fassung von Kodálys Variationen wurde von der faschistischen Besetzungsmacht denn auch umgehend verboten. Ganz anders die Reaktionen auf Alexander Arutiunians beliebtes Trompetenkonzert: Es bedeutete den internationalen Durchbruch des armenischen Komponisten und brachte ihm sogar einen Stalin-Preis ein. Bereits vor Jahren hat der begnadete "Trompetissimo" Sergei Nakariakov das hochvirtuose Werk eingespielt. Ein Kritiker meinte damals: "Gott war auf der Suche nach dem besten Trompeter, und er fand Sergei Nakariakov."

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