Was macht die Getränkedose in der Rabatte?
Fr 28.Aug 2026 10.30In der Schweiz werden jedes Jahr etwa 80 bis 90 Millionen Tonnen Abfall produziert. Das sind 716 kg …
Werden, Sein, Vergehen: Unter diesem Motto stehen die Programme des Musikkollegium Winterthur drei Saisons lang. Das fulminante «Konzert für Streichorchester» (1948) der polnischen Komponistin Grazyna Bacewicz erinnert im Titel an das berühmte Orchesterkonzert von Béla Bartók, der drei Jahre zuvor gestorben war. Dieses Erbe pflegt Bacewicz höchst lebendig. Vergehen, Sein und Werden sind bei ihr aufs Mitreissendste ineinander verwoben. Sogar bei Gustav Mahlers «Lied von der Erde» ist das so, obschon Mahler hier eine grosse, wehmütige Abschiedsmusik komponiert hat. Musikalisch öffnen sich nämlich neue Türen. Bezeichnenderweise zählten Alban Berg und Anton Webern zu den glühendsten Verehrern des Werks, und Arnold Schönberg arbeitete an einer Kammerorchesterfassung, die Rainer Riehn sechzig Jahre später vervollständigte. Wundervoll tritt in dieser Fassung die Durchsichtigkeit von Mahlers Partitur zutage, ganz besonders im Schlusssatz: «Der Abschied» heisst er. Das ist Musik des Vergehens par excellence. Mahler ringt mit der vergänglichen Schönheit der Welt. «O Schönheit! O ewigen Liebens, Lebens trunk’ne Welt!», ruft die Singstimme auf dem Höhepunkt des Satzes aus. Danach findet die Musik allmählich zu jenen «ewig blauen, lichten Fernen». Selten ist Vergänglichkeit auf so schmerzlich schöne Weise in Musik gesetzt worden. Als ein grosses Ausatmen endet das Werk, mit den berühmten, immer und immer wiederholten Textworten «ewig…, ewig…».