Hauskonzert Barock-Tage Winterthur

Telemann-Stravaganza mit Reinhard Goebel

Do 18. Apr 2024 19.30
CHF
  • 45
Mitglieder gratis, freie Platzwahl
Location
Stadthaus
Beginn
19.30 Uhr
Ende gegen
21.30 Uhr
Alle Daten

Konzert ohne Pause

Besetzung
Musikkollegium Winterthur
Leitung und Moderation
Reinhard Goebel
Georg Philipp Telemann Fantasia Nr. 1 B-Dur für Violine solo, TWV 40:14
Georg Philipp Telemann Sonata Nr. 1 G-Dur, TWV 40:118 aus 6 Kanonische Sonaten für zwei Violinen
Georg Philipp Telemann Konzert für vier Violinen D-Dur, TWV 40:202
Georg Philipp Telemann Concerto A-Dur für vier Violinen, Streicher und Basso continuo, TWV 54:A1
Georg Philipp Telemann Concerto F-Dur für drei Violinen, Streicher und Basso continuo, TWV 53:F1

Kompositorische Extravaganzen hat sich Telemann immer wieder geleistet. Und extravagant war dieser «getreue Musikmeister» (wie er eine seiner umfangreichsten Werksammlungen nannte) auch selbst. Er konnte für jedes Instrument schreiben (und fast jedes auch spielen). «Gieb jedem Instrument das / was es leyden kann / So hat der Spieler Lust / du hast Vergnügen dran», lautete seine Devise, wobei mit «du» sicher das Publikum, wohl aber auch er selbst gemeint war. Er liess sich, nur ein Beispiel, von Jonathan Swifts «Gullivers Reisen» inspirieren und in seiner Musik Liliputaner sowie plumpe Riesen an unseren Ohren vorbeiziehen. Darüber hinaus war Telemann auch ein gewiefter Geschäftsmann und veröffentlichte Werke oft wie einen Fortsetzungsroman: «Nächstens mehr» oder «Der zweite Theil künftig» hiess es da jeweils zum Schluss einer Ausgabe, um die Notenkäufer bei der Stange zu halten. Vielen gilt Telemann heute als Vielschreiber. Aber er war unendlich viel mehr. Als herzoglicher Hofkapellmeister in Eisenach lernte er Johann Sebastian Bach kennen, wobei die beiden oft miteinander musizierten und Telemann zum Paten des zweiten Bach-Sohnes Carl Philipp Emanuel auserwählt wurde. Und als sich die Freie Reichsstadt Hamburg 1721 entschloss, Telemann zum Musikdirektor der ambitionierten Stadt zu berufen (das Thomas-Kantorat zu Leipzig hatte er schnöde abgelehnt), galt dieser unbestritten als berühmtester Komponist in ganz Deutschland.

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