Artistic Partners

Fünf Künstlerpersönlichkeiten begleiten das Musikkollegium Winterthur durch die drei kommenden Konzertsaisons. Sie könnten unterschiedlicher nicht sein, doch allen gemeinsam ist musikalische Neugierde, Offenheit, Vielseitigkeit und das Streben nach Exzellenz. Mit ihren Auftritten werden sie dem Orchester wie auch dem Publikum belebende Impulse verleihen und bleibende Erinnerung schaffen.

Sir András Schiff

Eine langjährige und fruchtbare Zusammenarbeit verbindet Sir András Schiff – den Grandseigneur des Klavierspiels – mit dem Musikkollegium Winterthur. Auch dessen aktueller Chefdirigent, Roberto González-Monjas, lernte ihn schon früh kennen und schätzen. Inzwischen haben die beiden mehrfach zusammen musiziert und eröffnen nun gemeinsam Anfang September 2022 die Konzertsaison und gleichzeitig den Triptychon Werden – Sein – Vergehen. Sie werden das Glück haben, diesen Ausnahmekünstler sowohl solistisch im Orchesterkonzert, in Doppelfunktion als Solist und Dirigent und in einem Rezital erleben zu können. Herzlich willkommen, Sir András!

Barbara Hannigan

2005 war Barbara Hannigan erstmals als Sopranistin beim Musikkollegium Winterthur zu Gast. Im März 2021 kam sie als Dirigentin zurück, in einem kurzfristig angesetzten und für das Publikum pandemiebedingt nur auf dem Bildschirm zu erlebendem Konzert. Während der kommenden Jahre wird es nun eine regelmässige Zusammenarbeit mit der international gefragten und mehrfach preisgekrönten Sängerin und Dirigentin geben. Im Januar 2023 bringt sie eine Neuproduktion von «La voix humaine» zur Schweizer Erstaufführung nach Winterthur und ist in einer Masterclass Gesang zu erleben. Weitere spannende Projekte werden folgen.  

Reinhard Goebel

Als „Ikone der Alten Musik“ (Süddeutsche Zeitung) und „Erleuchtung in einem Meer von Mittelmässigkeit“ (The New York Times) wurde Reinhard Goebel bereits betitelt. Dem Musikkollegium Winterthur hat er in der Vergangenheit schon mehrfach bedeutende Impulse in der Interpretation von Werken des 17. und 18. Jahrhunderts gegeben. Reinhard Goebel war Gründer und 33 Jahre lang Leiter der legendären Musica Antiqua Köln. Trotz dieser Verwurzelung in der Welt der Originalklang-Ensembles kennt er keinerlei Berührungsängste mit Orchestern, die auf modernen Instrumenten spielen. Denn mit seiner Fähigkeit, die Leidenschaft für die Musik mit einer akribischen Quellenkenntnis zu amalgamieren, inspiriert, fesselt und polarisiert er die zeitgenössische Orchesterlandschaft. Machen Sie sich auf eine mitreissende Begegnung gefasst!

Jean-Guihen Queyras

Neugier und Vielfalt prägen das künstlerische Wirken von Jean-Guihen Queyras. Auf der Bühne erlebt man einen Künstler, der sich mit ganzer Leidenschaft der Musik widmet, sich dabei aber vollkommen unprätentiös und demütig den Werken gegenüber verhält, um das Wesen der Musik unverfälscht und klar wiederzugeben. Diese Ethik der Interpretation lernte Jean-Guihen Queyras bei Pierre Boulez, mit dem ihn eine lange Zusammenarbeit verband. Mit diesem Ansatz geht Jean-Guihen Queyras in jede Aufführung, stets mit makelloser Technik und klarem, verbindlichem Ton, um sich ganz der Musik hinzugeben. Beim Musikkollegium Winterthur wird er erstmals im März 2023 als Solist auftreten.

Caroline Shaw

An Vielseitigkeit ist Caroline Shaw — Sängerin, Violinistin, Komponistin und Produzentin aus New York — kaum zu übertreffen. 2013 erhielt sie als jüngste Empfängerin den Pulitzer Preis für ihr Stück „Partita for 8 Voices“, das sie für das Vokalensemble «Roomful of Teeth» komponierte, dem sie als Sängerin angehört. Sie komponiert Kammermusik, Vokalwerke, Orchester- und Filmmusik und liebt es innerhalb kollaborativen Projekten zu performen, so beispielsweise zusammen mit der Gruppe «Sō Percussion». Sie liebt die Farbe Gelb, Otter, Beethovens op. 74, Mozartopern, Kinhaven, den Duft von Rosmarin und den Klang einer schlechten Mandoline. Beim Musikkollegium Winterthur wird sie erstmals vom 11. bis 16. Juni 2023 in drei Konzertprogrammen mit eigenen Werken und auch als Interpretin zu erleben sein.