Neue CD erschienen

Ein tierisches Vergnügen

 

Beide sind weltweit erfolgreiche Kinderkonzert-Klassi­ker: Sergej Prokofieffs Musikmärchen «Peter und der Wolf» sowie «Der Karneval der Tiere» von Camille Saint- Saëns, den er – wohl mit einem Augenzwinkern ‒ als «Grande fantaisie zoologique» bezeichnete. Ist damit das Wesentliche gesagt? Mitnichten. Denn es stellt sich die Frage, warum Erwachsene an der Geschichte vom mutigen Peter und dem bösen Wolf ebenso viel Freude haben wie Kinder. Vermutlich hat das mit Prokofieffs genialer Musik zu tun. Zudem wäre zu bedenken, dass Saint-Saëns seinen «Karneval» für ein Hauskonzert komponiert hat – also zur Unterhaltung von Erwachse­nen.

Und diese konnten sich vor Lachen offenbar kaum noch halten, sodass es der Komponist plötzlich mit der Angst zu tun bekam und eine Veröffentlichung seines charmanten Werks strikte verbot, weil er fürchtete, dass man sonst seine ernsten Werke nicht mehr ernst nehmen würde. Und in gewisser Weise sollte er ja auch recht bekommen: An schierer Popularität bei Jung und Alt kann es kein anderes von Saint-Saëns’ Werken mit dem «Karneval der Tiere» aufnehmen.

Die CD können Sie hier erwerben.

Peter und der Wolf in 30 Sprachen

 

Anlässlich der Neuerscheinung seiner CD mit «Peter und der Wolf» und «Der Karneval der Tiere» lanciert das Musikkollegium Winterthur ein mehrsprachiges Projekt. Bis zum Jahr 2029, dem 400-jährigen Jubiläum des Musikkollegiums Winterthur, soll das Musikmärchen «Peter und der Wolf» des russischen Komponisten Sergej Prokofieff in weitere 28 Sprachen übersetzt und auf digitalen Kanälen wie iTunes und Spotify veröffentlich werden.

Für die berndeutsche Version der CD konnte das Musikkollegium Winterthur den TV-Moderator Kurt Aeschbacher gewinnen, für die französischsprachige CD den Westschweizer Sänger Henri Dès. Für die weiteren Sprachen wird das Musikkollegium Winterthur ebenfalls prominente Erzähler aus den entsprechenden Sprachregionen engagieren. Die ersten Veröffentlichungen sind bereits für den Frühling 2022 auf Albanisch, Türkisch und Brasilianisch-Portugiesisch angekündigt. Für diese Sprachen haben prominente Erzähler zugesagt: die albanisch-schweizerische Jazz-Sängerin Elina Duni, der türkische World-Music-Star Burhan Öcal sowie der brasilianische Schauspieler und Stimmenimitator Jefferson Schroeder.

Zu den geplanten Sprachen gehören u.a. Italienisch, Serbisch, Russisch, Spanisch, Rumänisch, Englisch, Tamil, Arabisch, Ungarisch und Thailändisch. «Dass dieses Musikmärchen nun in so viele Sprachen übersetzt wird, die in der Schweiz gesprochen werden, ist gelebte Integration», sagt TV-Moderator Kurt Aeschbacher über das Projekt. Er freue sich, dass es nicht nur bei seiner berndeutschen Version bleibe, sondern dass die Musik und die Geschichte alle Gesellschaftsschichten erreichen können.

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