Eine Postkarte aus Paris

Eintritt frei, nummerierte Platzkarten CHF 12, Einlass nur mit Covid-Zertifikat
Leitung
Konzertmeister
Leitung
Konzertmeister

Darius Milhaud

Symphoniette pour cordes, op. 363

Leo Smit

Konzert für Viola und Streicher

Joseph Haydn

Sinfonie Nr. 73 D-Dur, Hob I:73 "La Chasse"
Freikonzert
Stadthaus Winterthur
  • Beginn 17.00 Uhr
  • Ende gegen 18.30 Uhr

Der Konzertbesuch ist nur mit einem gültigen Covid-Zertifikat möglich. Schutzmassnahmen für den Konzertbesuch

Wer einen Lexikonartikel zum Amsterdamer Komponisten Leo Smit (1900 –1943) liest, bekommt die mörderische Barbarei des 20. Jahrhunderts in der Magengrube zu spüren: «Deportationszentrum», heisst es da; «unmittelbar nach Ankunft im Vernichtungslager Sobibor wurden er und seine Frau vergast». Wie immer wird im Wissen um das vorherige Leben alles umso unerträglicher: Smit macht den besten Abschluss am Konservatorium und geht nach Paris, wo er rasch mit den tonangebenden «enfants terribles» von Ravel bis Gershwin bekannt ist und mit seiner Frau in einer schicken Wohnung mit Blick auf den Eiffelturm lebt. Das mondäne Leben bedeutet keinesfalls, dass Smits Musik leichtfertig wäre. Schmal und entsprechend gehaltvoll ist sein Œuvre, aber stets klar und zugänglich. Im 1940 – zurück in Amsterdam – entstandenen Bratschenkonzert passt sich ein dunkel grundiertes Streichorchester dem Timbre des Soloinstruments an. Die Wärme seiner Musik verrät den Einfluss von Darius Milhaud, dem im selben Jahr die Flucht nach Amerika gelingt – sonst wäre dessen «Symphoniette» von 1957 nie entstanden…

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