Mit dem Opus Klassik 2025 als «Instrumentalistin des Jahres» ausgezeichnet, zählt Antje Weithaas zu den prägenden Geigerinnen unserer Zeit. Nach frühen Wettbewerbserfolgen begann sie eine internationale Solistenlaufbahn mit Orchestern wie dem Los Angeles Philharmonic, dem BBC Symphony Orchestra und den führenden deutschen Rundfunkorchestern. Charakteristisch für ihr Spiel sind interpretatorische Tiefe, künstlerische Integrität und ein feines Gespür für klangliche Zwischentöne – stets im Dienst der Musik. Eine zentrale Stellung in ihrem Schaffen nimmt das Werk Ludwig van Beethovens ein. Für ihre Gesamteinspielung der Sonaten für Klavier und Violine mit Dénes Várjon erhielt sie 2024 den Jahrespreis der Deutschen Schallplattenkritik; 2026 war der Zyklus vollständig im Pierre Boulez Saal Berlin zu erleben. Ihre umfangreiche Diskografie von rund dreissig Alben dokumentiert ein Repertoire von der Klassik bis zur Moderne. Eng verbunden ist Weithaas seit vielen Jahren der Camerata Bern, deren künstlerische Leiterin sie fast ein Jahrzehnt war und mit der sie vielfach ausgezeichnete Aufnahmen realisierte. International ist sie zudem als Play-Conduct-Solistin und Kammermusikerin gefragt. Antje Weithaas lehrt seit 2004 als Professorin an der Hochschule für Musik Hanns Eisler Berlin und spielt eine Violine von Peter Greiner (2001).
Erstmals zu Gast