Den Kontrabass bezeichnet Edicson Ruiz als sein ureigenstes Instrument. Er erlernte es zunächst in seiner Heimatstadt Caracas und später an der Orchester-Akademie der Berliner Philharmoniker. Mit 16 Jahren debütierte er als Solist beim Orquesta Sinfónica Simón Bolívar; seine Orchesterlaufbahn begann er 1996 als Solo-Kontrabassist in der Jungen Philharmonie Venezuela. 1999 wurde er Kontrabassist des Orquesta Sinfónica Simón Bolívar und 2003 Mitglied der Berliner Philharmoniker. Edicson Ruiz widmete sich immer wieder der zeitgenössischen Musik. So hat er Werke u.a. von Heinz Holliger, Arturo Pantaleón, Paul Desenne, Efrain Oscher, György Kurtág und Blas Emilio Atehortúa zur Uraufführung gebracht. Zudem wirkte er bei diversen Kammermusikprojekten mit, u.a. bei Heinz Holliger and Friends sowie bei der Sociedad Filarmónica Madrid-Berlin, und er arbeitete regelmässig mit Künstlern wie György Kurtág, Klaus Thunemann, Sabine Meyer, Yuri Bashmet, Christian Tetzlaff, Thomas Zehetmair, Gidon Kremer und Jörg Widmann zusammen.