Paul-Boris Kertsman, geboren in New York City und aufgewachsen in Chicago und Wien, ist ein inspirierender junger Dirigent und Pianist, dem es ein Anliegen ist, über die Aufführung hinaus mit dem Publikum in Kontakt zu treten. Während seines Klavierstudiums am Joseph-Haydn-Konservatorium in Wien nahm er ersten Dirigierunterricht bei Sophie Rachlin und studierte später an der Universität für Musik und darstellende Kunst Wien bei Mark Stringer. Als Assistenzdirigent des Musikkollegium Winterthur von 2023 bis 2025 arbeitete Kertsman eng mit dem Chefdirigenten Roberto González-Monjas zusammen und unterstützte prominente Gastdirigent:innen und Solist:innen. Als Gewinner des Aspen Prize war Kertsman 2025 als Assistant Conductor beim Aspen Music Festival tätig. Zu den Höhepunkten seiner jungen Karriere zählen das Dirigieren einer Aufführung von Mozarts «Idomeneo» in der Regie von Michael Sturminger, die Assistenz von Marie Jacquot bei den Wiener Symphonikern und sein öffentliches Dirigierdebüt im Wiener Musikverein mit dem Radio-Symphonieorchester. Im Jahr 2022 leitete er die Prokopp-Akademie der Wiener Philharmoniker in sechs Aufführungen von Mozarts «Die Entführung aus dem Serail» und dirigierte Beethovens drittes Klavierkonzert in der ORF-Fernsehübertragung. Seit dieser Saison ist Paul-Boris Kertsman als Studienleiter mit Dirigierverpflichtung am Luzerner Theater engagiert, wo er Anfang 2025 bereits die Produktion von Leonard Bernsteins «Trouble in Tahiti» als musikalischer Leiter verantwortet hat.