Sebastian Bohren

Sebastian Bohren

Die internationale Presse attestiert dem Schweizer Geiger Sebastian Bohren "erfrischende Direktheit" (Guardian), "Charme und Eleganz" (The Strad) und „Bravour" (Sunday Times). Im Repertoire von Barock bis Romantik sucht Sebastian Bohren ein Hörerlebnis fern der Routine, in der Musik von Moderne und Gegenwart das Abenteuer des Entdeckens.  Seine zahlreichen CD-Aufnahmen erhielten von der Fachpresse allesamt Höchstnoten. Bohren leitet zudem die Konzertreihe Stretta Concerts und das Brugg Festival.

2022 erhielt er die Auszeichnung „Der Goldene Bogen“, verliehen durch die „Stiftung Schweizer Geigenbauschule". Die Süddeutsche Zeitung beschrieb Bohren als „einen der ernsthaftesten und geradlinigsten Musiker seiner Generation“, und das BBC Music Magazine vergab 5 Sterne für seine bei Avie erschienene Aufnahme mit Mozart-Konzerten: sie hob besonders sein „fantastisches Spiel“ hervor, das „lebhaft und aufmerksam jeder musikalischen Wendung folgte“. Gramophone beschrieb das 2021 mit den CHAARTS Chamber Artists unter der Leitung von Gábor Takács-Nagy aufgenommene Album als „ein Hörerlebnis, das einen von Anfang bis Ende nicht loslässt“, und fragte „Wohin wird Sebastian Bohrens investigativer Repertoireansatz ihn als nächstes führen?“

In den kommenden Spielzeiten wird Sebastian Bohren als Solist Werke von Mozart, Mendelssohn, Berg, Bartók, Burkhard, Schoeck, Szymanowski, Korngold, Kurt Weill, Frank Martin, Magnus Lindberg, Peteris Vasks, Loris Tjeknavorian und Peter Eötvös zur Aufführung bringen. Mit Daniel Hope und dem Zürcher Kammerorchester spielte er auf Tournee Doppelkonzerte von Alfred Schnittke und Arvo Pärt, sowie The Temple of Silence, ein eigens komponiertes Doppelkonzert des Schweizer Komponisten Martin Wettstein. In seiner Schweizer Heimat arbeitet er mit Ensembles wie dem Sinfonieorchester Basel, Luzerner Sinfonieorchester, Orchestra della Svizzera Italiana, Musikkollegium Winterthur, argovia philharmonic, Zürcher Kammerorchester, Kammerorchester Basel, Festival Strings Lucerne, Camerata Zürich, Kammerphilharmonie Graubünden, Zuger Sinfonietta und CHAARTS Chamber Artists zusammen. Auf internationalen Bühnen stand er mit St. Petersburg State Academic Cappella, Orchestra Sinfonica di Milano, Royal Liverpool Philharmonic Orchestra, Deutsche Staatsphilharmonie Rheinland-Pfalz, Münchner Kammerorchester, Kölner Kammerorchester, Göttinger Sinfonieorchester, Württembergische Philharmonie Reutlingen, GKO Ingolstadt, KKO Mannheim, WKO Heilbronn, Stuttgarter Kammerorchester und Orchestra di Padova e del Veneto.
Zu den Dirigenten, mit denen er zusammenarbeitet, gehören Cristian Macelaru, Marc Minowski, Jan Willem de Vriend, Michael Sanderling, Elim Chan, Emmanuel Tjeknavorian, Ivor Bolton, Thierry Fischer, James Gaffigan, Heinz Holliger, Patrick Lange, Andrew Litton, Andrew Manze, Christoph Poppen, Gábor Takács-Nagy und Mario Venzago. 2018 debütierte Bohren beim Lucerne Festival.

2019 brachte Sebastian Bohren eine vom ukrainischen Perkussionisten Andrej Pushkarev für ihn geschriebene Bearbeitung von Prokofjews Violinsonate Nr. 1 für Violine und Orchester zur Uraufführung. Ein Livemitschnitt mit dem Georgischen Kammerorchester Ingolstadt erschien im gleichen Jahr bei Sony Classical. Unter seinen bisherigen Einspielungen sind die Konzerte von Beethoven, Mendelssohn, Karl Amadeus Hartmann und Britten (von The Strad gelobt für das „farbenreiche Spiel, das ebenso betörend wie die Spieltechnik verblüffend“ sei), ein erster Teil einer Gesamtaufnahme von Bachs Sonaten und Partiten (Concerti: „voller Esprit, geistsprühend, voller Wärme und Anteilnahme, spannungsgeladen und von tiefer Ruhe erfüllt.“), sowie Werke von Schubert, Schumann, Respighi, Shostakovich, Vasks und Kancheli hervorzuheben.

Als Mitglied des Stradivari Quartetts spielte Sebastian Bohren von 2013 bis 2020 auf international renommierten Bühnen wie der Berliner Philharmonie, Elbphilharmonie, National Center for the Performing Arts in Peking, Shanghai Symphony Hall sowie in der Victoria Hall in Singapur. Zu seinen Kammermusikpartnern zählen die Geiger Roby Lakatos, Benjamin Schmid, Hansheinz Schneeberger und Dmitry Sitkovetsky, die Pianisten Andreas Haefliger, Mao Fujita, Konstantin Lifschitz und Yekwon Sunwoo, der Bratschist Antoine Tamestit, die Cellisten Anastasia Kobekina, Thomas Demenga und Christian Poltera sowie der Klarinettist Reto Bieri.

Seinem Heimatkanton Aargau ist der mittlerweile in Zürich lebende Geiger auch durch die von ihm erfolgreich geleitete Konzertreihe Stretta Concerts in Brugg weiter verbunden. 2023 initiiert Bohren das Brugg Festival. Er spielt die 1761 in Parma entstandende Violine „Ex-Wanamaker-Hart“ von Giovanni Battista Guadagnini.
 

Erstmals zu Gast am 14. November 2018, letztmals am 29. Oktober 2020.